Gleich vierfachen Grund zur Freude gibt es derzeit in der Jansen Bedachungen-Erdmännchenanlage im Tiergarten Kleve: Am 9. Juli 2026 brachte Erdmännchen-Weibchen Beyoncé vier Jungtiere zur Welt. In den ersten Wochen hielten sich die Kleinen überwiegend geschützt im Bau auf. Mittlerweile werden sie zunehmend neugieriger und wagen sich immer häufiger nach draußen. Dort beginnen sie, ihre Umgebung zu erkunden und das lebhafte Treiben innerhalb der Erdmännchengruppe kennenzulernen.
Für die Tierpflegerinnen und Tierpfleger des Tiergartens ist die Geburt von gleich vier Jungtieren ein besonders erfreuliches Ereignis. In der ersten Zeit nach der Geburt war für das Team vor allem Geduld gefragt. Junge Erdmännchen verbringen ihre ersten Lebenswochen in einer geschützten Höhle und sind für die Besucherinnen und Besucher zunächst kaum zu sehen. Auch die Tierpflege achtet in dieser sensiblen Phase darauf, Mutter und Nachwuchs möglichst wenig zu stören. Inzwischen zeigen sich die vier Jungtiere regelmäßig außerhalb ihres Baus. Noch bleiben sie meist in der Nähe ihrer Mutter und der übrigen Gruppenmitglieder. Mit jedem Tag werden ihre Ausflüge jedoch etwas länger und mutiger. Neugierig untersuchen sie den Boden, beobachten die erwachsenen Tiere und sammeln erste Erfahrungen in ihrer neuen Umgebung.
„Wir freuen uns sehr über die Geburt der vier Erdmännchen. Mutter Beyoncé kümmert sich ausgesprochen fürsorglich um ihren Nachwuchs. Es ist schön zu beobachten, wie die Jungtiere von Tag zu Tag aktiver werden, miteinander spielen und immer neugieriger ihre Umgebung entdecken“, sagt Dr. Martin Polotzek. „Für unser Tierpflegeteam ist es natürlich ein besonderer Moment, wenn sich nach den ersten ruhigen Wochen schließlich alle vier Jungtiere außerhalb des Baus zeigen.“
Erdmännchen sind ausgesprochen soziale Tiere. Sie leben in Gruppen mit einer klaren Aufgabenverteilung und einem engen Zusammenhalt. Die gemeinsame Aufzucht der Jungtiere spielt dabei eine wichtige Rolle. Nicht nur die Mutter, sondern auch andere Mitglieder der Gruppe beteiligen sich an der Betreuung und am Schutz des Nachwuchses. Die Jungtiere lernen durch Beobachtung und Nachahmung. Sie orientieren sich an den älteren Tieren und übernehmen nach und nach die Verhaltensweisen, die sie für das Leben in der Gruppe benötigen. Dazu gehören die Suche nach Nahrung, das Graben im Boden und die aufmerksame Beobachtung der Umgebung. Auch das Spielen untereinander ist für ihre Entwicklung wichtig: Beim gemeinsamen Toben trainieren die jungen Erdmännchen ihre Geschicklichkeit und lernen, miteinander zu kommunizieren.













