Stinktiernachwuchs im Tiergarten Kleve (7)
Stinktiernachwuchs im Tiergarten Kleve (2)

Stinkende Streifen im Miniformat

Die Streifenskunks, oft auch als Stinktier bezeichnet, im Tiergarten Kleve haben Nachwuchs. Am 4. Mai kamen die drei Kleinen bereits zur Welt. Nachdem sie die ersten Lebenswochen in unterirdischen Höhlen verbracht haben, sind sie nun auch immer häufiger für die Gäste des Familienzoos am Niederrhein zu sehen.

„Stinktiere werden als Nesthocker geboren“, erklärt Tierarzt und Tiergartenleiter Martin Polotzek. „Bei der Geburt sind die Kleinen noch blind und taub, weswegen die Mutter den Nachwuchs in einer selbst gegrabenen Höhle zur Welt gebracht hat. Hier verbrachten die Jungtiere die ersten Wochen, bis sie nun Tag für Tag agiler werden und immer mehr die Höhle verlassen.“

Streifenskunks bringen nach rund zwei Monaten Tragzeit meist drei bis fünf Jungtiere zur Welt, die allein vom Weibchen aufgezogen werden. Männliche Stinktiere distanzieren sich nach der Paarung wieder vom Weibchen und zeigen keinerlei Interesse an dem Nachwuchs. Entwöhnt werden junge Skunks mit rund zwei Monaten. Nach etwa einem halben Jahr erreichen sie bereits die Geschlechtsreife. Beheimatet sind Streifenskunks nahezu in ganz Nordamerika und wurden dort früher intensiv als Pelztier gehalten. Daher gibt es Stinktiere in verschiedenen Farbschlägen. Die Jungtiere im Tiergarten Kleve sind braun, schwarz und weiß.

Der erste Gesundheitscheck

Mit rund zwei Monaten stand für die drei kleinen Stinktierbabys im Tiergarten Kleve nun der erste tiermedizinische Gesundheitscheck durch Tierarzt Martin Polotzek an: „Wir schauen uns ganz genau die Augen, Nase und die Zähne der kleinen Skunks an. Des Weiteren haben wir die Tiere gewogen, den Mikrochip unter die Haut gesetzt und das Geschlecht bestimmt.“ Hierbei ist oberste Vorsicht geboten, denn die Kleinen machen ihrem Namen alle Ehre: „Ursprünglich als Waffe gegen Feinde entwickelt, haben auch die jungen Stinktiere beim Gesundheitscheck ihr stinkendes Sekret gegen und Tierärzte und Tierpfleger gespritzt. Da man das Sekret auch noch in einigen Metern Entfernung riechen kann, haben auch unsere BesucherInnen eine kleine Kostprobe riechen können und werden wohl nie vergessen, wie sehr ein Stinktier stinken kann.“, lacht Tierarzt Polotzek. „Wo sonst außer im Zoo kann man Tiere mit allen Sinnen wahrnehmen?“

Im Zuge des neuen Masterplans „Tiergarten Kleve 20+“ sollen die Stinktiere bald eine neue Anlage im zukünftigen Themenbereich Nordamerika bekommen. Bis dahin ist der Nachwuchs täglich von 9-18 Uhr neben den Erdmännchen im Tiergarten Kleve zu sehen.  Aktuell sind alle coronabedingten Einlassbeschränkungen entfallen. BesucherInnen können daher spontan und ohne Coronanachweis vor Ort ihre Tickets kaufen.

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Stinkende Streifen im Miniformat

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