Tiergarten Kleve unterschützt Artenschutzprojekt für den Roten Panda (3)
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Große Schlappohren sind stark gefährdet

Meißner Widder als neue Kaninchenrasse im Tiergarten Kleve

Sie wurden erstmalig 1900 vorgestellt und zeichnen sich durch ihre 36 bis 42 cm langen Ohren aus- die Rede ist von Meißner Widdern. Vor wenigen Tagen sind die ersten Tiere dieser stark gefährdeten Kaninchenrasse neu in den Tiergarten Kleve gezogen. Tiergartenleiter Martin Polotzek freut sich über die seltenen Neuzugänge, die die Entwicklung des Tiergartens zu einem modernen Natur- und Artenschutzzentrum einmal mehr unterstreichen: „Nicht nur Wildtiere wie Rote Pandas, Lisztaffen und Spaltenschildkröten sind bedroht- auch zahlreiche Nutztierrassen kämpfen heute um ihre Existenz. So wird der Meißner Widder aktuell laut der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) in die zweithöchste Kategorie als „stark gefährdet“ eingestuft. Grund genug, diese bedrohte Kaninchenrasse nach Kleve zu holen, damit wir uns langfristig an der Erhaltungszucht dieser Rasse beteiligen können.“

Die ersten drei Tiere sind Nachzuchten aus dem Wildpark Schwarze Berge und sind ab sofort für die BesucherInnen im Tiergarten Kleve zu sehen. Polotzek: „Den Transport haben die drei weiblichen Tiere gut überstanden und sind daher ab sofort für unsere Gäste zu sehen. Damit es bald auch den ersten Nachwuchs in Kleve gibt, sind wir nun noch auf der Suche nach einem passenden Rammler für unsere drei Kaninchendamen.“

Ursprünglich wurden Meißner Widder als Ersatz für Silberfuchspelze gezüchtet

Ursprünglich stammt diese Kaninchenrasse aus der Porzellanstadt Meißen und wurde gezüchtet, damit ihr Fell als Ersatz für Silberfuchspelze genutzt werden kann. Die großen Ohren sind nicht nur Schönheitsideal dieser Rasse, sie dienen auch zur Thermoregulation und sind eine natürliche Klimaanlage der Tiere. Der Meißner Widder ist somit die einzige Kaninchenrasse, bei der das silbrige Fell in Kombination mit den hängenden Ohren auftritt.

Doch nicht nur bei den Kaninchen ist der Wandel des Tiergartens Kleve zum modernen Natur- und Artenschutzzentrum sichtbar: Aktuell baut der Zoo eine Anlage für Zweifarbtamarine, eine der seltensten Affenarten der Welt. Hierfür wurde ein Crowdfunding ins Leben gerufen, bei der jeder seinen Beitrag zur neuen Affenanlage leisten kann: https://www.viele-schaffen-mehr.de/projekte/tiergarten-kleve

Wer die Meißner Widder besuchen und sich ein Bild vom Wandel des Tiergartens machen möchte, kann das täglich von 9-18 Uhr im Tiergarten Kleve tun. Aktuell sind alle coronabedingten Einlassbeschränkungen entfallen. BesucherInnen können daher spontan und ohne Coronanachweis vor Ort ihre Tickets kaufen.

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Große Schlappohren sind stark gefährdet

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