Im Tiergarten Kleve gibt es erneut tierischen Nachwuchs: Bereits am 17. Mai 2026 kamen bei den Streifenskunks sechs Jungtiere zur Welt. Nachdem die kleinen Skunks ihre ersten Lebenswochen gut geschützt in einer Erdhöhle verbracht haben, wagten sie am 22. Juni erstmals den Schritt ins Freie. Seitdem können Besucherinnen und Besucher mit ein wenig Glück die sechs Jungtiere gemeinsam mit ihrer Mutter in der Nordamerika-WG beobachten. Mutter der Jungtiere ist Skunkweibchen Mandy, Vater ist Sjors. Gemeinsam lebt die Skunkfamilie in der beliebten Nordamerika-WG des Tiergartens Kleve, die sie sich mit den Nordamerikanischen Baumstachlern teilen. Erst vor wenigen Wochen sorgten dort bereits die Baumstachler mit ihrem Nachwuchs für große Freude.
„Dass wir innerhalb kurzer Zeit gleich bei zwei Tierarten in unserer Nordamerika-WG Nachwuchs begrüßen dürfen, freut uns ganz besonders“, erklärt Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek. „Mit dieser tierischen Wohngemeinschaft möchten wir für die nordamerikanischen Fauna begeistern. Zeitgleich sorgt die Vergesellschaftung unterschiedlicher Arten dafür, dass der Lebensraum im Tiergarten für beide Arten durch die diversen Interaktionen mit den Mitbewohnern bereichert wird.“ In den ersten Lebenswochen behüten Streifenskunks ihren Nachwuchs gut geschützt in einer selbst angelegten oder übernommenen Erdhöhle. Die Jungtiere werden blind und nahezu unbehaart geboren und verlassen ihren Bau erst nach mehreren Wochen zum ersten Mal. Nun erkunden die sechs kleinen Skunks neugierig ihre Umgebung und folgen ihrer Mutter auf den ersten Ausflügen durch die Anlage.
Derzeit ist noch nicht bekannt, ob es sich bei den Jungtieren um Weibchen oder Männchen handelt. Um Muttertier und Nachwuchs in den empfindlichen ersten Lebenswochen nicht unnötig zu stressen, verzichtet das Tiergarten-Team bewusst auf einen frühzeitigen Gesundheitscheck. Die erste tierärztliche Untersuchung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die Jungtiere etwas älter sind und der Eingriff den natürlichen Entwicklungsverlauf möglichst wenig beeinflusst. „Gerade dieser Moment, wenn die Jungtiere zum ersten Mal die Höhle verlassen, ist immer etwas ganz Besonderes“, erläutert Dr. Polotzek. „Von Tag zu Tag werden sie mutiger und entdecken ihre Umwelt ein Stück weiter. Für unsere Besucherinnen und Besucher ist das eine wunderbare Gelegenheit, das natürliche Familienleben dieser oft unterschätzten Tierart zu beobachten. Gleichzeitig hat für uns das Wohl der Tiere oberste Priorität. Deshalb geben wir Mandy und ihrem Nachwuchs in den ersten Wochen bewusst die nötige Ruhe.“











