Roter Panda im Tiergarten Kleve

Eine Investition, die sich lohnt: Tiergarten bringt Millionen in die Region

dwif-Studie belegt starke regionale Wertschöpfung: Tiergarten Kleve als bedeutender Wirtschaftsfaktor

Der Tiergarten Kleve ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien und Naturfreunde und auch ein bedeutender Motor für die regionale Wirtschaft. Das Deutsche Wirtschaftswissenschaftliche Institut für Fremdenverkehr (dwif) hat im Auftrag des Tiergarten Kleve eine umfassende Studie zu den regionalökonomischen Effekten erstellt – mit beeindruckenden Ergebnissen:

Im Durchschnitt der Jahre 2024 und 2025 verzeichnete der Tiergarten rund 192.700 Besuche jährlich. Dabei generieren die Gäste nicht nur Einnahmen im Tiergarten selbst, sondern sorgen auch für erhebliche Umsätze in der gesamten Region. Insgesamt ergibt sich ein durch den Tiergarten ausgelöster Bruttoumsatz von rund 6,3 Millionen Euro pro Jahr. „Diese Zahlen zeigen sehr deutlich, dass der Tiergarten weit über seine Rolle als Freizeiteinrichtung, Bildungsort, Artenschutzzentrum und Forschungsstätte hinausgeht“, betont Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek. „Wir sind ein echter Wirtschaftsfaktor für die Region – vom Einzelhandel über die Gastronomie bis hin zu zahlreichen Dienstleistern.“

Besonders bemerkenswert ist der sogenannte Multiplikatoreffekt: Für jeden Euro, der im Tiergarten ausgegeben wird, werden außerhalb zusätzlich 1,60 Euro in der Region umgesetzt. „Der Tiergarten wirkt wie ein Impulsgeber für die gesamte regionale Wertschöpfung“, so Polotzek weiter. „Unsere Gäste bleiben länger, konsumieren vor Ort und stärken damit nachhaltig die Wirtschaft in Kleve und Umgebung.“

Auch die Beschäftigungseffekte sind erheblich: Die Studie weist ein Einkommensäquivalent von rund 103 Personen durch die Ausgaben der Gäste sowie zusätzlich etwa 20 Personen durch Vorleistungen aus. Zusammen mit den 34 Mitarbeitenden im Tiergarten selbst ergibt sich eine Gesamtwirkung von rund 157 Arbeitsplätzen bzw. Einkommensäquivalenten. „Gerade für eine Stadt unserer Größe ist das ein enormer Beitrag zur regionalen Entwicklung“, erklärt Polotzek. „Der Tiergarten schafft und sichert Arbeitsplätze – direkt und indirekt.“

Auch die Investitionen und laufenden Ausgaben des Tiergartens stärken gezielt die Region: Von den jährlich rund 1,3 Millionen Euro Vorleistungen fließen etwa 70 Prozent an Unternehmen in Kleve, der Region und Nordrhein-Westfalen. „Regionalität ist für uns kein Schlagwort, sondern gelebte Praxis“, betont Polotzek. „Wir arbeiten bewusst mit Partnern vor Ort zusammen und sorgen so dafür, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt.“

Neben den wirtschaftlichen Effekten unterstreicht die Studie auch die Bedeutung des Tiergartens als touristischer Anziehungspunkt: Rund 58 Prozent der Gäste kommen von außerhalb Kleves und tragen damit zur überregionalen Sichtbarkeit der Stadt bei.

Jeder Euro Subvention der Stadt Kleve löst eine Wertschöpfung von 10,70 € aus

Kleves Bürgermeister Markus Dahmen bringt die Entwicklung des Tiergartens bei seinem Grußwort, welches er im Februar 2026 auf der Jahreshauptversammlung des Berufsverbands der Zootierpfleger (BdZ) in Kleve gehalten hat, auf den Punkt: „Wie viele Klever kenne ich den Tiergarten noch aus meiner Kindheit. Inzwischen ist daraus ein modernes Artenschutzzentrum geworden, was mittlerweile die beliebteste Freizeiteinrichtung unserer Stadt ist und weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus strahlt.“

Der Tiergarten Kleve hat jährlich allein rund 1,8 Millionen Euro Betriebskosten, welche er zum Fortbestand seiner Anlage benötigt – Investitionen in neue Anlagen sind hier noch nicht mit inbegriffen. 470 tausend Euro werden hiervon von als Betriebskostenzuschuss von der Stadt Kleve subventioniert. Die restlichen 74 % muss der Tiergarten selbst durch Eintrittserlöse, Spenden, Patenschaften und Sponsoring einnehmen. „Im Vergleich zu anderen wissenschaftlich geführten Zoos liegen wir mit einem Betriebskostenzuschuss in Höhe von rund 26 % unserer Betriebskosten im unteren Viertel“, berichtet Tiergartenleiter Dr. Martin Polotzek. „Wie man an der aktuellen dwif-Studie sehen kann, ist dieser Betriebskostenzuschuss aber gut investiertes Geld – in die Lebensqualität unserer Stadt, in die Sicherung von über 150 Arbeitsplätzen, in die Unterstützung von Gastronomie, Einzelhandel und Hotellerie und in die Förderung des Tier- und Naturschutzes.“

Die dwif-Studie zeigt: Der Betriebskostenzuschuss in nicht nur eine Investition in den Tiergarten Kleve, sondern auch in die gesamte Stadt: Jeder Euro Subvention der Stadt Kleve in den Tiergarten löst einen Bruttoumsatz von 16,10 € im Tiergarten, der Stadt Kleve und der gesamten Region aus. Betrachtet man die hieraus entstehende Wertschöpfung, so löst jeder Euro Subvention der Stadt Kleve in den Tiergarten eine Wertschöpfung von 10,70 € für Kleve und die Region aus.

Für den Tiergartenleiter und sein engagiertes Team ist die Studie aber auch ein Auftrag für die Zukunft: „Die Ergebnisse sind für uns Bestätigung und Ansporn zugleich“, sagt Polotzek. „Wir werden den Tiergarten konsequent weiterentwickeln – als Ort für Artenschutz, Bildung und Erholung, aber auch als starken Partner für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region. Aber die Zahlen der aktuellen Studie belegen jetzt schon eindrücklich, dass jede Investition in den Tiergarten auch eine Investition in unsere Stadt und die Region ist.“

Der Tiergarten Kleve ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Die Gäste können sich aktuell über niedlichen Nachwuchs bei den Baumstachlern freuen. Außerdem warten die neue Känguruanlage sowie der Playmore Fantasy-Abenteuerspielplatz, der als einer der schönsten Spielplätze am Niederrhein gilt, auf alle großen und kleinen Gäste.

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