Gürteltiere gehören zu einer stammesgeschichtlich sehr alten Tiergruppe, die sich in den letzten Millionen Jahren kaum verändert hat. Durch den Mechanismus des Zusammenrollens zur Kugel haben sie kaum natürliche Feinde. Doch aufgrund der Lebensraumzerstörung und der Bejagung durch den Menschen gehören sie mittlerweile zu den bedrohten Tierarten und werden von der Roten Liste als „potenziell gefährdet“ eingestuft. Tiergartenleiter Polotzek: „Eine wichtige Aufgabe von zoologischen Gärten ist der Artenschutz und die Arterhaltung. Daher ist dieser Nachwuchs besonders wichtig.“
Tiergartenleiter Martin Polotzek und Biologe Dr. Sebastian Weber haben es sich nicht nehmen lassen, Pepe persönlich in seine neue Heimat in den Zoo Duisburg zu begleiten. Hier lebt er ab sofort in der Tropenhalle Rio Negro und eroberte im Handumdrehen das Herz von Tierpfleger Kevin Schulwitz. „Ich bekomme das Grinsen kaum aus dem Gesicht“, sagt Schulwitz bei der Ankunft seines neuen Schützlings. „Gürteltiere sind einfach großartig und Pepe ein besonders aufgewecktes Kerlchen. Wir freuen uns sehr, ihn hier bei uns in Duisburg zu haben“. Während die Mitarbeitenden der beiden Zoos kurz sehr nah an Pepe herankommen konnten, brauchen die BesucherInnen Glück und eine Portion Geduld, den neuen Zoobewohner zu sehen. „Gürteltiere sind überwiegend dämmerungsaktiv und durch ihre braune Farbe sehr gut auf dem Waldboden getarnt“, erklärt Tierpfleger Schulwitz.
Mit dem Auszug von Pepe leben nun noch die beiden Südlichen Kugelgürteltiere Pedro und Paloma im Tiergarten Kleve und können täglich von 9 bis 18 Uhr besucht werden. Ein ganz besonderes Highlight ist die Schaufütterung mit Wiegen der Gürteltiere, die jeden Donnerstag um 15.30 Uhr im Klever Tiergarten stattfindet.